Teil eines Werkes 
1. Theil (1817)
Entstehung
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16I nem Zimmer. Man meldete mir einen Klo⸗ ſtergeiſtlichen aus dem Thale, der mich ſpre⸗ chen wollte. Ein gewaltiger Donnerſtreich ſchmetterte mich mit dieſer Nachricht zu Bo⸗ den! Die Schrecken meines ſchlummernden Gewiſſens erwachten! ich fürchtete, wegen des Verraths und der Vergeſſenheit meiner heiligſten Verpflichtung zur Rede geſtellt zu werden. Ich fühlte mich ſchuldig, und da ich mich ſelbſt keiner großmüthigen Vergebung werth achten konnte, ſo ſchwand der letzte Funke meines Muths, und ich verſank in düſteres Schweigen. Blaß und bebend lehnte ich mich an einen Tiſch. Die Thür öffnet ſich, und ich ſehe einen Prieſter, der einen Brief vom Pater Iſidor in der Hand hält. Er tritt näher, und reicht mir den Brief, woran ich ſogleich die Schrift erkannte, und den meine

bebende Hand kaum faſſen konnte. Endlich

erbreche ich mit krampfhafter Bewegung das Siegel. Doch wie ward mir, als ich anfangs mit zagender Beklommenheit und dann mit küſterner Neugierde las:Mein lieber Pla⸗

cide, ich habe eine unangenehme Nachricht

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