rr⸗ 17 rre In falſchen Vermuthungen und eben ſo ei⸗ teln Nachforſchungen wurden wieder drey Monathe hingebracht. Nach dieſer Zeit kam wieder der Banquier des Marquis eines Morgens zu ihm, und gab ihm einen Brief mit deſſen Adreſſe, und mit der Bemerkung, er wiſſe nicht, von wem und von welchem Lande er ihn erhalten habe. Der Marquis öffnet das Couvert, findet einen Brief mit der Aufſchrift: An Adolph von Palmene, und erkennt Caliſtens Schrift. Er rief ſo⸗ gleich nach ſeinem Sohne: Adolph war her⸗ zugeeilt: der Marquis ſtellte ihm den Brief, deſſen Datum erſt zwey Monathe zählte, ei⸗ genhändig zu, und Adolph las mit heftiger
Gemüthsbewegung:
„O mein theurer Adolph, alle meine Lei⸗ den verſüßt der tröſtende Gedanke an die Freude, die dir der Anblick dieſer Schrift und dieſes Briefes, und der Anblick dieſes Datums machen wird. Sey nicht unruhig, mein lieber Adolph: ich bin nun endlich außer aller Gefahr gegen die Anfälle unverſchämter Bosheit und Wuth, in einem Zufluchtsorte,
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