weee I3 Wrve. der ſo gerne der Hoffnung, bald wieder nach Frankreich zurückzukehren, überließ.
Gleich bey ſeinem Eintritte in Madrid war dem guten Adolph eine ſeinem Herzen äußerſt empfindliche Trauerſcene vorbereitet. Gerade in Madrid ſollte er Caliſten und die Gräfinn d'Auberive, ihre Mutter, welche beyde ſechs Wochen vor ihm abgereist waren, treffen. Vater und Sohn waren ſogleich zu dem Banquier gegangen, an welchen der Marquis der Gräfinn Briefe mitgegeben hatte. Wie ſchmerzlich traf Adolph die Bothſchaft des Banquiers, er habe von dieſen zwey Da⸗ men aus Frankreich keine Sylbe gehör!! „Was iſt ihnen begegnet?“ rief Adolph von bangem Schrecken ergriffen.„Großer Gott!“ fuhr er fort,„ſie konnten wahrſcheinlich nicht über die Gränze herüber, und ſind verhaf⸗ tet!» Ein Thränenſtrom erſtickte ſeine Worte bey dieſem ſchrecklichen Gedanken.„Lieber Sohn,“ bemerkte darauf ſein Vater,„ſte ha⸗ ben beyde ſo bekannte Namen, daß, wenn ihnen dieſes Unglück widerfahren wäre, wir es früher noch erfahren hätten, als wir über


