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„O, wenn Sie wüßten, welch' Entzücken mich erfaßte, als ich nach Frankfurt kam und Frau von Lavallon mir den Plan ausmalte, den ſie für mich entworfen.„Da haben Sie nun Alles, was Sie wünſchen,“ ſagte ſie eifrig,„ein Stück Erde, eine edle Beſtimmung und— eine ſchöne Frau!“
Dina entzog ihm die Hand, die er ergriffen.
„Hatte ſie Unrecht?“ frug er und bog ſich vor, um in ihre Augen zu ſehen,— aber ſie brach in Thränen aus und ſprang auf und wollte fort⸗ eilen. Doch er ließ ſie nicht, ſeine ſtarke Hand hielt ſie feſt.
„Ich habe Dich ja immer geliebt,“ ſagte er weich,„nur glaubte ich, ich dürfe dieſer Liebe nicht nachgeben; verzeih' mir dieſen Irrthum, wenn es einer war,— ich gebe Dir ja die glänzende Ge⸗ nugthuung, nun, da alle meine Pläne in einer Welt des Egoismus und der Unbarmherzigkeit geſcheitert, — die Deinigen auszuführen; mein ganzes Leben
will ich ja Nichts thun, als Dir und Deinen Plänen leben,— kann ein Nunn
nehr?“


