Wahnſinn, zu glauben, daß eine Frau, wie Sie, einem Manne angehören könne, bei deſſen Werbung ſie, nach Allem, was zwiſchen uns vorgegangen, denken muß:„Es iſt ein Schiffbrüchiger, deſſen ich mich erbarmen ſoll!“ Nein, Sie haben Recht, Frau Gräftn,— wir verſtehen uns nicht! Frau von Lavallon liebt Sie und mich,— ſie wollte uns Beide glücklich ſehen,— Sie hat ſich geirrt! Sie hat vergeſſen, daß wir Beide zu ſtolz ſind, uns mit dem— Mitleide des Andern zu begnügen,— denn ſo glauben Sie, ſo ich!“
„Haben wir denn Unrecht?“ frug Dina und eilte ihm nach an die Thüre und nahm ſeine Hand und ſagte weich:„Gehen Sie ſo nicht von mir, Walram, nach ſo langer Trennung! Bleiben Sie bei mir, rathen Sie mir, helfen Sie mir, ſein Sie mein Freund, wenn Sie mein—“
Sie ſtockte, ſie erröthete, ſie ließ ſeine Hand los und ging zurück zu ihrem Sitze. Er folgte ihr und ſetzte ſich neben ſie.
„Soll ich bleiben, Gräfin, darf ich bleiben?“ Sie nickte.


