Als Paul und Marie nach Meſſina abgereiſt waren, ordnete auch Dina ihre Rückreiſe an. Lies⸗ † chen blieb in Neapel, Joſeph's Tante, die das Mäd⸗ chen geſehen, und welcher es durch ſein ſtilles Weſen ſehr gefallen, nahm ſie als Geſellſchafterin zu ſich, wahrſcheinlich, um ſie nach Jahr und Tag als— Nichte zu behalten.
Dina, der von allen ihren Begleitern auf der Heimreiſe Niemand geblieben, als ihr getreuer Phi⸗ lipp, kehrte nach Deutſchland zurück. In Frankfurt* war ihr erſter Weg zu ihrer guten Freundin La⸗ vallon; ſie erzählte ihr ohne Rückhalt Alles, was 1 ihr ſeitdem begegnet war. 1
Eliſe ſagte triumphirend:„Was wirſt Du ſagen, wenn ich Dir erzähle, daß ich einen Brief von Felix erhalten habe, und zwar in dieſen Tagen?“
„Nun, und was ſchreibt er denn?“
„Die eigentliche Veranlaſſung iſt eine Wohl⸗ 4 thätigkeitsangelegenheit. Er ſchickt durch mich einer armen Familie Etwas zu. Der Hauptinhalt ſeines
Briefes ſind aber traurige Klagen über eine geſchei⸗ terte Lebensaufgabe. Hier iſt der Brief, lies ſelbſt!“


