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täglich, daß ſie Jemand gefunden, der ſie liebte. Dieſer Jemand war Niemand anders, als Joſeph Huber, der ihr verſprochen, ſie, ſobald ihm ſein Oheim eine Stelle verſchaffe, zu heirathen. Der ehemals ſo üppige Dandy eine Kammerjungfer! Und dennoch war die Partie eine ganz paſſende, denn Lieschen's milde, beſchränkte, aber harmoniſche Natur war ganz geeignet, dem ſchrankenloſen Leicht⸗ ſinn und gedankenloſen Dahinleben des jungen Wie⸗ ners enge Schranken zu ſetzen.
Noch eine andere Hochzeit ſtand in Ausſicht, und zwar zwiſchen Paul und Marien, und das zur größten Freude Dina's. Paul, in Meſſina mit großer Liebe aufgenommen und gefeiert, von den alten, kinderloſen Leuten zum Erben erklärt, denen er ſchon jetzt einen Theil ihrer großen Güter und Weinberge mit rheinländiſcher Kunſt bewirthſchaften ſollte, hatte an Dina geſchrieben, und ihr geſagt, daß an ſeinem Glücke nichts fehle, als ein holdes Weib, und das holdeſte ſtehe ja unter ihrem Schutze.
Dina ſchrieb nach Frankfurt.— Die Aeltern mißten freilich nicht gern ihr Kind, waren aber


