Haut und dem dichten, hellgrauen Haupthaar.— Durchſichtig wie von Wachs waren dieſe Züge, im Vergleiche mit den Bronceköpfen ſeiner Landsleute, mit einem Worte,— Pius' Haupt war wie verklärt. Der Anzug des Papſtes war ganz weiß, der Haus⸗ anzug des ſichtbaren Oberhauptes der Kirche, ein wollenes, bis auf die Füße fallendes Gewand mit rundem Kragen und ein kleines, ebenfalls weißes Käppchen.
Felix ließ ſich, von wirklicher Ehrfurcht ergriffen, vor dieſer Lichtgeſtalt halb auf ein Knie nieder, aber Pius winkte ihm ſogleich mit der Hand, ſich zu erheben. Dabei umzog den feſtgeſchloſſenen Mund des einſt ſo vergötterten, ſo leidenſchaftlich geliebten Kirchenfürſten ein ſchmerzliches Lächeln— und die Augen, die einſt die Idole Italiens ge⸗ weſen und Licht und Segen darüber ausgeſtrahlt, ſahen forſchend aus ihren tieferen Höhlen nach dem jugendlichen Fremden.—
„Was wünſchen Sie, mein Sohn?“ frug er mit jener Stimme, durch deren Wohlklang er bei ſeinem erſten öffentlichen Erſcheinen alle Herzen an ſich riß.


