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„Oh,“ ſagte ſie ſtehen bleibend,„mein Unglück könnte auch gemildert, meinem Jammer auch ein Troſt zu Theil werden,— wenn ich auch nie mehr glücklich werden kann!“
„So theilen Sie mir Ihren Kummer mit, denken Sie, ich ſei ein alter Bekannter, ich will dann ſeh'n, wie Ihnen zu helfen iſt;— aber erſt laſſen Sie uns umkehren, nach Ihrer Wohnung.“
Das Mädchen ließ ſich wirklich zur Umkehr bewegen und erzählte dann mit ſchnell erwachtem Vertrauen: „ ‚Ich bin die Tochter einer armen, kranken Frau— der Vater hat die Mutter verlaſſen, und wir Kinder, ich und zwei Brüder, ernähren ſie, ſo gut wir können, durch unſerer Hände Arbeit. Ich bin alle Tage bei einem Damenſchuſter beſchäftigt mit Schuheeinfaſſen. Der Meiſter iſt ein ſehr braver Mann; auch die Frau iſt gut,— aber der Sohn“—
„Nun, der Sohn allein iſt böſe?“ frug Huber naiv; glücklicher Weiſe konnte in der Dunkelheit das arme Mädchen das ſpöttiſche Lächeln nicht gewahren, das bei dieſer Frage das Geſicht des jungen Welt⸗ mannes überzog. 4
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