Frauen und Opfer.
ihrer erſten Jugend; dazu kam, daß er ihr wie ein ge⸗ liebtes krankes Kind erſchien, das ſie pflegen und lieben müßte mit den beiden Kleinen, die an ſeinem Bette ſpielten. Sie war glücklich, ihm vorwurfsfrei ſeine letzten Stunden durch ihre Gegenwart verſüßen zu können, ſie fühlte, wie glücklich ſie ihn mache, und das beglückte ſie hinwiederum.
Trotz allem Abmahnen des Arztes erzählten ſie ſich Beide immer, Keines ſprach laut, denn ſympathetiſch verſtand Eins das Andere leicht. So kam der Abend des zweiten Tages heran und mit der Dämmerung ſenkte ſich auch eine Wolke auf Agnes' Herz.
Auch Albert wurde ſtiller, ſeine Schwäche hatte ſchon den ganzen Tag ſich vermehrt und ſeines Arztes Angſt, der ihm ſehr anhänglich ſchien, vermehrte ſich zugleich.


