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Agnes. 27
„Um Dich, mein Vater, nur um Dich! Weil Du mein Eins und Alles biſt, mein Hort und mein Troſt, mein Schutz und mein Schirm— daran dachte ich und deshalb weinte ich.“
Ihr Vater ſah in ihr leuchtendes Auge; er fühlte es, kein anderer Gedanke als der an ihn hatte eben in dem Herzen ſeines Kindes Platz, und indem er ſie ge⸗ rührt auf die Stirne küßte, verließ er ſie mit dem Ge⸗ bet, daß ſie einander bleiben möchten.
Agnes ging traurig zu Bette. Jede Einkehr in uns ſelbſt iſt Trauer erregend. Aber ſie war nicht unglück⸗ lich und fühlte das auch. Niemand iſt unglücklich zu nennen, der ein Herz beſitzt, das ihm allein gehört, ein Herz, an dem er immer und zu jeder Zeit ſich auswei⸗ nen kann!
Das erkannte Agnes und betete unter Thränen in⸗ nig und warm zu Gott: Erhalte mir meinen Vater!⸗


