Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Sweiles Sbapilel.

Von dieſem Tage an traf Agnes den Prinzen Wald⸗ heim oft, ja beinahe überall, wohin ſie ging. Sie konnte zuletzt nicht mehr daran zweifeln, daß er abſicht⸗ lich ihre Wege betrat. Er war immer derſelbe; heiter, ironiſch und zuweilen etwas übermüthig. Da dieſer Uebermuth ſich aber nur am Gefühle ſeiner Jugend und ſeiner Erwartungen vom Leben nährte, ſo hatte ſein Ausdruck nichts Verletzendes.

Agnes bemerkte bald eine Eigenſchaft des Prinzen, die ſie ungemein beluſtigte: er war eitel. Ohne Zwei⸗ fel einer der ſchönſten Menſchen, wo er auch auftreten mochte, konnte er bei aller Unbefangenheit ſeines übri⸗ gen Weſens es ſich doch nicht verſagen, das vortheil⸗ hafteſte Erſcheinen ſeines Aeußern zu pflegen, eben ſo wie er unfähig war, längere Zeit an einem Spiegel zu verweilen, ohne wenigſtens einen Blick hineinzuwer⸗