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Schon acht Tage vorher hatte der alte Schwede, der eine ſo ſeltene Feier in ſeinem Hauſe mit Glanz begehen wollte, ſechs Hochzeitsbitter auf bunt aus⸗ ſtaffirten Pferden im ganzen Lande umhergeſandt und nicht allein diejenigen Gutsbeſitzer, die früher mit Magnus Brahe und dem Bräutigam in freundſchaft⸗ lichem Verkehr geſtanden, ſondern auch eine große Zahl eingeladen, mit denen er ſelbſt im Laufe der Jahre bekannt geworden war. Es geſchah dies in des Feſt⸗ gebers wohlmeinender Abſicht, den Beſitzer von Blan⸗ kenau, der jetzt mit vollem Recht in die Reihe der begüterten Herren im Lande getreten war, gleich von
vornherein mit allen bedeutenderen Perſonen auf der
Inſel in nähere Verbindung zu bringen, wobei viel⸗
leicht auch die kleine Eitelkeit mit in's Spiel kam, daß eine Verwandte ſeiner Frau die Gattin deſſelben
werden ſollte.
Kein Einziger der zahlreich Geladenen hatte abge⸗ ſagt, und ſo ſtrömten an dem feſtgeſetzten Morgen — der in Bezug der Witterung einer der ſchönſten
Tage des Jahres war— von allen Seiten zu Wa⸗ gen, zu Roß und zu Waſſer die Gäſte herbei und
wurden in den zu dem Feſte ganz neu hergeſtell⸗ ten Herrenzimmer des alten Pachthauſes empfan⸗ gen, wie es die Sitte des Landes erheiſchte und die


