Teil eines Werkes 
4. Theil (1860)
Entstehung
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Aber Waldemar war immer ein Mann, dem Feinde und einem Weibe gegenüber, wie das war, welches er in dieſem Augenblick vor ſich hatte. Als Gylfe dieſe Bemerkung machts und ihren Irrthum erkannte, erinnerte ſie ſich, daß ſie eine Künſtlerin war, das heißt, daß ſie es verſtand, wie eine bühnenkundige Perſon aus einer Stimmung und Situation in die andere überzugehen, ohne die Brücke wahrnehmen zu laſſen, auf der ſie dies Kunſtſtück vollführte. Sie ſank plötzlich in ſich zuſammen, nahm eine ergriffene Miene an und die Stirn in die linke Hand legend, ſtreckte ſie die Rechte nach Waldemar's Schulter aus und ließ ſie eine Weile darauf ruhen.

Waldemar Granzow, ſagte ſie mit bebender Stimme, die aber zu kalt war, um eindringlich, und zu klanglos, um überzeugend ſein zu können,laſſen Sie es genug ſein des Kampfes zwiſchen uns. Die Herren der Erde haben den Krieg beendet und ſo wollen auch wir Frieden ſchließen und uns ein freund⸗ liches Lebewohl ſagen. Ach, ich weiß, ich fühle, wel⸗ chen Verluſt Sie erlitten haben, und ein Theil deſ⸗ ſelben drückt auch mein Herz zu Boden. Aber Mag⸗ nus iſt nicht von aller Schuld frei zu ſprechen, ach nein! Er war ſeiner Sache zu gewiß in Bezug auf meine Neigung und glaubte, ich müſſe ſie ihm be⸗