Teil eines Werkes 
4. Theil (1860)
Entstehung
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hatte ihre Bewohner zu Zeugen des traurigſten aller Ereigniſſe geſendet, welches man während der ganzen Kriegszeit in dieſer Gegend zu beklagen gehabt. Der würdige Paſtor von Willich ſelbſt hatte die ergreifende Grabpredigt gehalten und kein Auge war bei ſeinen Worten trocken geblieben, als er der ſtummen Ge⸗ meinde mitgetheilt, daß es in Gottes Rathſchluß ge⸗

legen, die junge Eiche zu fällen, die der Ruhm und

Stolz der erhabenen Familie hätte werden ſollen, und daß Gott ſelbſt den Uebelthäter, der dies Unheil über ſie Alle gebracht, vor ſeinen Richterſtuhl fordern möge, da er der irdiſchen Gerechtigkeit leider entronnen ſei.

Eine Stunde nach dieſer Ceremonie, bei der man diesmal keine Rückſicht auf die gebräuchlichen Trauer⸗ ſchmauſereien genommen, hatte ſich die große Ver⸗ ſammlung aufgelöſt, alle Nachbarn hatten das Schloß verlaſſen und die Bewohner deſſelben waren allein zu⸗ rückgeblieben, um in der wohlthätigen Stille, die ſie nun umgab, Beruhigung und Troſt für ihren gerech⸗ ten Schmerz zu ſuchen.

Unten im Zimmer des Kaſtellans war die ganze Familie Ahlſtröm verſammelt, Einer vor dem Andern erſchreckend, wenn das thränenſchwere Auge auf die in dieſen Räumen lange nicht erblickten Trauerkleider fiel. Alle hatten ſich in ein kleines Häufchen um