Schätze zu retten— daran dachte er wohl am aller⸗ wenigſten— wohl aber um einen Mann zu ſtrafen, der ihm ſo unendlich viele Schmerzen bereitet und mehr Koſtbarkeiten, als jene betrugen, für immer ge⸗ raubt hatte.
So hatte das Verhängniß den Knoten geſchürzt und nur vorſichtige Hände wären im Stande geweſen, ihn ſchadlos für Alle zu löſen, aber dieſe Hände fehl⸗ ten, da Magnus, in einem ſo bedeutungsvollen Augenblicke mehr auf ſich vertrauend, als er ſich im ganzen Leben vertaut, Niemandem, ſelbſt Waldemar nicht, mitgetheilt hatte, was ihn allein in ſo große Bewegung verſetzt und Hals über Kopf nach Spyker gejagt hatte.
Als Magnus mit Waldemar im Thurmzimmer des Schloſſes angelangt war und noch keine Zeit ge⸗ habt hatte, den ſorgenvollen Kaſtellan von ſeiner Rückkehr in Kenntniß zu ſetzen, entwickelte ſich eben unter ihm in Gylfe's Zimmer die lärmvolle und thränenreiche Abſchiedſcene. Ob er in ſeinem aufge⸗ wühlten Geiſte eine Ahnung davon hatte? Wir wiſ⸗ ſen es nicht. Aber warum eilte er ſo, zu dem Ende zu kommen, das er ſich ſelbſt im Innerſten mit hei⸗ ligen Eiden gelobt und das er nur erreichen konnte, ſo lange der fremde Eindringling noch im Hauſe verweilte?


