348
er noch zwei Tage Urlaub genommen. So war er jetzt nur noch ein Gaſt im Hauſe des Grafen Brahe, als unſre Freunde daſelbſt eintrafen, und nicht mehr ein Feind, der den Bewohnern deſſelben Geſetze vor⸗ ſchreiben konnte, denn der Friede zwiſchen ſeinem und dem Herrn dieſer war unterzeichnet und kein Fran⸗ zoſe hatte mehr das Recht, noch längere Willkür wal⸗ ten zu laſſen und die früher erzwungene Bewirthung noch ferner in Anſpruch zu nehmen.
Kaſtellan Ahlſtröm, der ſich durch die Miene des Majors, als ſei er höchſt unglücklich, von dem lieben Spyker ſcheiden zu müſſen, keinen Augenblick täuſchen ließ, folgte ihm auf Schritt und Tritt und bemerkte ſehr wohl, auf was das Falkenauge und die Habichts⸗ klaue des Fremdlings es abgeſehn habe. Im Ge⸗ fühle ſeines unbeſtreitbaren Rechtes und um den ſchran⸗ kenloſen Wünſchen des habgierigen Gaſtes Einhalt zu thun, wagte er wiederholt im Intereſſe ſeines abwe⸗ ſenden Herrn, bald demüthige, bald ernſtere Vorſtel⸗ lungen, da er aber keine Mittel in Händen hatte, die⸗ ſelben mit dem gehörigen Nachdruck zu unterſtützen, und Major Caillard von der Natur in ſolchen Ange⸗ legenheiten mit tauben Ohren begabt war, ſo ging die„Einſammlung“ ruhig ihren Gang und die Stunde mußte endlich ſchlagen, wo der langjährige Hüter der


