Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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gleichen war gang und gäbe zu jener großen Zeit, und ſelbſt hohe Perſonen haben ſich dadurch einen Namen gemacht, den die deutſche Geſchichte jener Tage ſchon oft gebührend gebrandmarkt hat. Die gebilde⸗ ten und auf der Höhe der Zeit ſtehenden Franzoſen

fanden nicht allein einen Ruhm darin, den guten ge⸗

duldigen Deutſchen auf dem Felde der Ehre zu beſie⸗ gen, nein, ſie fanden ihn auch darin, ihn ſo mancher unnützen Laſt zu entheben, mit der ihn das ungerechte Geſchick überbürdet hatte. Sie nahmen ihm mit ei⸗ nem Worte ab, was in den Augen der Franzoſen ein überflüſſiger Beſitz für ihn war, denn wer als die regierenden Herren der Welt durfte es wagen, Schätze zu beſitzen und Koſtbarkeiten aufzuſpeichern, die durch

die pomphaften Erklärungen ihres Oberhauptes Ge⸗

meingut der Welt geworden waren, eines Oberhaup⸗ tes, das in ſeinem ungemeſſenen Dünkel ſogar Kro⸗ nen verſchenkte, die ihm das gebenedeite Verhängniß in die Taſchen geſpielt hatte. Dieſe Herren der Welt aber waren natürlich nur die an Weisheit und Kraft ſo geſegneten Franzoſen, und wie es ihnen ihr Mei⸗ ſter im Großen vorgemacht, ſo machten ſie es ihm einzeln im Kleinen nach, je nachdem auch ſie ihr Ge⸗ ſchick begünſtigte oder der Zufall es ihnen in die Ta⸗ ſchen ſpielte.