Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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Du magſt in vielen Dingen Recht haben, er⸗ widerte Waldemar ſinnend,und es mag wohl mög⸗ lich ſein, daß ich einmal den Wunſch hege, mich an irgend einem lieblichen Plätzchen dieſes Landes nie⸗ derzulaſſen und ein Haus zu gründen, allein es darf nicht zu weit von der See ſein, deren Brauſen und Summen zu hören mir ſo nothwendig iſt, wie ihre brandenden Wogen oder ihren glatten Spiegel zu ſe⸗ hen. Dennoch aber haben wir Menſchen von der Hand auch ein Herz, und mein Herz denkt an die Sei⸗ nigen, die meinetwegen leiden und Trübſal erfahren. Du wirſt mir das hoffentlich nicht verargen, zumal Du auch ein Mann biſt, der ein Herz und in dem Herzen Gefühle für ſeine Nächſten hat.

Ganz und gar nicht, mein Junge, im Gegen⸗ theil, ich denke ſehr oft mit Liebe Derer, die mir Gott zunächſt an die Seite geſtellt hat, und es giebt wohl keinen größeren Genuß auf Erden, als zu wiſ⸗

ſen, daß auch ſie ſich glücklich fühlen, wenn wir in der Ferne für ſie ſorgen und ſchaffen. Ich werde

Dir hiervon den Beweis liefern, nur gönne mir Zeit, ruhig zu überlegen, was Dir frommt und mir ziemt, denn der alte Schwede hat von der Natur keinen ſo blitzſchnellen Verſtand erhalten, daß er, wie manche Leute, ſchon heute wüßte, was morgen geſchieht oder