Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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Nachts, wenn er, gleich ſorgenvoll in die Vergangen⸗ heit und Zukunft blickend, ſchlaflos im Bette lag, war er die vollkommenſte Beute der ihn umſchwirrenden Phantaſiegebilde, die ihm ſtets von Neuem das verlo⸗ rene Paradies vorſpiegelten, das er in dieſem Leben nun nie mehr betreten ſollte.

Waldemar dagegen fühlte ſich während dieſer acht Tage meiſt völlig zufrieden geſtellt, und der Umgang mit dem wackeren Pächter, der ihm ſo mancherlei Un⸗ terricht und Belehrung aus ſeinem erfahrungsreichen Leben zu Theil werden ließ, behagte ihm von Tage zu Tage mehr; er lernte, indem er hörte und ſah, auf allen Seiten und fing im Stillen an, ein ruhiges Landleben zu ſchätzen, wenn es mit Nachdenken betrie⸗ ben und mit genügſamem Herzen genoſſen wird. Nur von Zeit zu Zeit tauchte in ihm der Wunſch auf, et⸗ was mehr von dem Leben da draußen in der Welt zu hören, denn er konnte ſich weder ſo ſchnell von der alten Gewohnheit loslöſen, mit eigener Hand in die Weltereigniſſe einzugreifen, noch ſo leicht die Wün⸗ ſche bemeiſtern, die er für das Wohl ſeines Vaterlan⸗ des bis dahin gehegt hatte. Faſt noch mehr aber peinigte ihn in den letzten Tagen ſeines Aufenthalts

auf der kleinen Inſel der Gedanke an ſeine Lieben in

Saſſenitz. Seitdem er Hille geſprochen, und das war