denn mit dem Böſen hat ſie noch keinerlei Bekannt⸗ ſchaft gemacht. Heraus nun endlich damit, meine Ohren ſind groß genug, Alles zu hören, was mir Euer Mund ſagen kann.“
Trotzdem der Alte bei dieſen Worten heiter lä⸗ chelte, wurde ſeine Miene doch ſehr bald ernſt, als Waldemar ihm mit kurzen Worten ſeine und Mag⸗ nus Brahe’s Verhältniſſe auseinanderſetzte. Ohne ein Wort dazwiſchen zu ſprechen, nur bisweilen die ſilber⸗ weißen Augenbrauen bis zur halben Stirn hinauf⸗ ziehend und dabei kampfluſtig ſeinen dicken Schnurr⸗ bart ſtreichend, hörte er aufmerkſam zu; als aber Waldemar fertig war, pfiff er laut durch die Zähne 5 und ſagte derb:. 8
„Donner und Wetter! Jetzt erkläre ich mir meine Geſichter und warum die Luft geſtern Abend ſo vol⸗ ler Gewitter war. Das nenne ich mir ein Ereigniß!
Da, Jungen— nehmen Sie es nicht übel, Herr Graf, aber Sie ſind ja gegen mich noch ein Kind
— da habt Ihr noch einmal meine Hand und nun heiße ich Euch erſt recht willkommen, denn ich liebe Leute, die von ihren Feinden ungerechter Weiſe verfolgt. werden, und nehme ſie in Schutz, wo ich kann. Jetzt aber folgt mir in mein Haus und frühſtückt mit mir und da wollen wir der alten Talke auch Eure Ge⸗
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