Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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mit einem Kreiſe bewaffneter Soldaten umgeben, die es Jedermann unmöglich machten, daraus zu ent⸗ ſchlüpfen, wenn er es etwa beabſichtigte. Aber ſo eif⸗ rig der Capitain und ſeine Getreuen ſuchten, ſo auf⸗ merkſam ſie jede Kammer durchſtöberten, jeden Win⸗ kel, jedes Möbel beleuchteten den Geſuchten fanden ſie nicht und es ſchien, als wäre er durch die Luft entflohen, in die ihm ſelbſt die überall ſiegreichen Franzoſen nicht nachfolgen konnten.

Während dieſes Suchen aber in Gang kam und überall Flüche, Zurufe und Befehle laut wurden, war Gylfe wieder in ihr Wohnzimmer getreten, wo ſie den außer Acht gelaſſenen Steuermann noch vorfand, der, in Verzweiflung, wider Willen den Angeber ge⸗ macht zu haben, nicht wußte, was er beginnen, wo⸗ hin er ſich wenden ſollte.

Gylfe war leichenblaß geworden; widerſtreitende Empfindungen zuckten durch ihr Herz und vergebens arbeitete ihr Gehirn, einen Ausgang aus dem Laby⸗ Ainthe zu finden, in das ſie ſo ahnungslos an die⸗ ſem unheilvollen Tage von allen Seiten geſtürzt wor⸗ den war. In dieſem Augenblicke bemerkte ſie den Steuermann, der hin und her trippelnd auf dem Teppich ſtand und nicht wußte, wie er ungehindert das Zimmer und mit ihm das Schloß verlaſſen ſollte.

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Der Strandvogt. II.