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Der Capitain ſchüttelte den Kopf, als zweifle er an der Wahrheit des Geſagten, und doch hatte er Mühe, das abergläubiſche Grauen zu bemeiſtern, für das auch er empfänglich war. Plötzlich aber ſprang er auf Gylfe zu und ſie mit einem durchbohrenden Blick betrachtend, rief er:„Nur eine Frage beant⸗ worten Sie mir noch— hat der Mann hier Recht gehabt? Beherbergt das Schloß des Grafen Brahe dieſen Verräther Waldemar Granzow?“
Gylfe antwortete noch weniger, als die Gewölbe des Zimmers antworteten, zu denen der laute Schall der dröhnenden Stimme des aufgeregten Capitains empordrang.
„Ich befehle eine Antwort!“ kreiſchte er weiter. „Werde ich ſie erhalten?“
Gylfe erhob mit einer unnachahmlich ſtolzen Würde ddeen Kopf, ſah ihn groß an und ſagte langſam und
bitter:„Sie haben mir nichts zu befehlen, Herr Ca⸗
pitain!“
SSo wünſche ich ſie!“
Gpylfe ſprang empört auf und indem ſie zu einer
Thür ſchritt, die in ihr Schlafgemach führte, drehte
ſie noch einmal den Kopf nach dem Franzoſen um
unnd ſprach mit höhniſchem Lächeln über die Schulter:
„Ich verlaſſe mein Zimmer, mein Herr, da Sie darin


