Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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Monsieur de Caillard, der ein vollkommener Typus

der kleinen Machtvollſtrecker jener Zeiten war, der

Commandeur einer Schwadron berittener Jäger, ein leichtfertiges Pariſer Kind, das die Glorie der großen Nation in jeder Geberde, in jedem Blicke und Worte zur Schau trug.

Monsieur François de Caillard hatte viel Aehn⸗ lichkeit im Charakter und in den Lebensanſichten mit Gylfe, wenigſtens jener leichte Sinn, den wir bei ihr angedeutet, mußte ihm vor Allen zuerkannt wer⸗ den, obgleich noch in Gylfe viel Kindliches, was auf Unerfahrenheit baſirte, mit unterlief, alſo Schwäche war, was bei ihm, dem Manne, der ſich und das Leben kannte, offenbar als Fehler auftrat.

Trotz ſeiner anſcheinenden Milde, ſeiner äußeren Schmiegſamkeit und ſeines gefälligen höflichen Weſens, was man richtiger mit dem bezeichnenden Namen

eines geleckten und aalglatt geſchniegelten Weltkindes

benennen könnte, war er einer der eingefleiſchteſten herzloſen Egoiſten, den man ſich denken kann und der ſich zu ſeiner vollen Größe nur in einem ſo tumul⸗ tuariſchen Leben, wie eine große verderbte und ſitten⸗ loſe Stadt es bietet, emporzuſchwingen vermag. Was galt ihm das Wohl oder Wehe, die Zufriedenheit oder Trübſal der ganzen Welt, wenn er ſelbſt nur in ſich