Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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ſehenen Dienſtleuten feudaler Herren finden, gegenwär⸗ tig aber allmälig ausſterben ſehen und nur noch ſel⸗ ten in ihrer ganzen urſprünglichen Ergebenheit und Dienſttreue antreffen. Ihr Herr war ihr Gott auf Erden und für ſie von viel größerer Bedeutung, als der ferne König, der in ſeinem meerumfloſſenen Stock⸗ holm reſidirte und niemals unter ihnen ſichtbar ge⸗ worden war. Der alte Ahlſtröm war mit Magnus Vater groß geworden, der Glanz der Familie war ſein eigener Glanz, das Glück derſelben ſein eigenes Glück geweſen. Jedes Wort ſeines Herrn war ihm ein unumgängliches Gebot, jeder ſeiner Wünſche eine Aufgabe, die gelöſt werden mußte, ohne Bedingung, ohne Bedenken. Wie er daher das Amt eines Ver⸗ walters des Gutes und eines Hüters des Schloſſes verſah, ergiebt ſich hieraus von ſelbſt. Er war ein ziemlich betagter Mann von kleinem Wuchſe, mit ſchneeweißem Kopfe, aber noch rüſtig und gutlaunig genug, um ſelbſt die Drangſale des jetzigen Krieges ohne Beſchädigung ſeiner Geſundheit und ſeines fri⸗

ſchen Lebensmuthes zu ertragen, obgleich es oft ſehr ungemüthlich im Schloſſe herging und alle Welt von

dem Zwange, den die Franzoſen rückſichtslos ausüb⸗ ten, bedrückt war. Sein Weib, Heylike, war das Mu⸗

wir ſie wohl zu alten Zeiten häufig unter den ange⸗