Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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Der Spukthurm? Gott bewahre! Den haben ſie noch nie betreten und vermeiden ihn zu umgehen, ſelbſt bei Tage, denn eine Furcht haben ſie vor der⸗ gleichen Orten und vor Gräbern, als würden ſie von den Geſpenſtern, die darin wohnen ſollen, bei dem bloßen Gedanken daran mit fauſtgroßen Steinen ge⸗ worfen. Nein, Herr, der Spukthurm ſteht leer wie immer, da ſehen Sie nur, die Fenſter ſind geſchloſſen und verhangen wie in früherer Zeit, und ſo lange ich denken kann, ſind ſie noch nicht geöffnet geweſen.

So wiſſen ſie auch von dem verborgenen Gange nichts, der nach der alten Ruine auf dem Todten⸗ felde bei Quoltitz führt?.

Gott bewahre! Wer wird ihnen das Familien⸗ geheimniß verrathen, das ſich der alte Wrangel Gott habe ihn ſelig zu ſeinem eigenen Frommen angelegt hat?

Waldemar lächelte; ſo hatte er es ſich gedacht und ſo fand er es nun beſtätigt.Kommt, ſagte er,laßt uns dreiſt zum Schloſſe gehen. Ich ſehe da eine Schildwache auf und abſtolziren und will mit ihr re⸗ den. Ihr aber beherrſcht Euer Geſicht und wundert Euch über nichts, was Ihr hört; die Erklärung davon ſoll Euch ſpäter zu Theil werden. Iſt der alte Ahl⸗ ſtröm zu Hauſe? 1

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