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ganze Inſel ſeiner wilden Soldateska preis, was gräß⸗ liche Scenen im Gefolge hatte. Allein bald darauf wurden die Kaiſerlichen wieder von den Schweden vertrieben und von ihnen unter Guſtav Adolf, dem nordiſchen Helden, die Inſel behauptet. So war denn Rügen für die Pommerfürſten verloren, und daher erklärt es ſich, daß Herzog Bogislav XIV. noch in demſelben Jahre, mit Genehmigung und unter Ver⸗ mittelung des deutſchen Kaiſers, die Inſel dem König von Dänemark zum Kaufe anbot. Allein Guſtav Adolf ließ die willkommene Beute nicht wieder fahren, ſchaltete mit ihr wie mit einem angeſtammten Beſitz⸗ thum und verpfändete Domanial⸗ und Kloſtergüter, um Geld zur Kriegführung in Deutſchland zu erlan⸗ gen. Durch dieſe ſchwediſche Occupation blieb Rügen fernerhin vor den Verwüſtungen der kriegführenden Parteien bewahrt, während die feſtländiſchen Nach⸗ barländer von den Gräueln des unnatürlichſten Krie⸗ ges verwüſtet wurden.. Mit dieſen Ereigniſſen fiel das Erlöſchen des pom⸗ merſchen Fürſtenhauſes im Jahre 1657 zuſammen, in Folge deſſen abermals ſich ein Zwiſt um das erle⸗ digte Herzogthum entſpann, indem die rechtlichen An⸗ ſprüche des Kurfürſten von Brandenburg von den Schweden und Kaiſerlichen zugleich beſtritten wurden.


