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Pommerfürſten, ſich im Jahre 1227 des entriſſenen
Sachſenherzog die Hälfte der erbeuteten Tempelſchätze,
der Geißeln und des jährlichen Tributes der Ranen abtreten mußte. Als nun aber König Waldemars Nachfolger Knud im Jahre 1182 ſich übermüthig ge⸗ gen den deutſchen Kaiſer erwies, der Heinrich des Lö⸗ wen Macht gebrochen, ſtiftete jener den Pommerherzog Bogislav an, Rügen noch einmal durch einen Erobe⸗ rungskrieg zu bedrohen, der aber ſo unglücklich aus⸗ fiel, daß Bogislav geſchlagen wurde und ſein eigenes Land unter däniſche Herrſchaft gerieth. Der Ranen⸗ fürſt Jaromar aber erhielt außer ſeinem eroberten Lande Tribſees durch Knud noch mehrere pommerſche Landſtriche, die Bogislav abtreten mußte, ſo daß jetzt ſeine Herrſchaft außer der Inſel den größeren Theil des jetzigen Neuvorpommerns umfaßte, was insge⸗ ſammt mit der Inſel vereint den Namen Fürſienthun Rügen erhielt.
Jaromar hat für Rügen ſehr ſegensreich gewirkt. Er rief deutſche Anſiedler in ſein durch die vielen Kriege von Menſchen gelichtetes Land, kräftigte die junge chriſtliche Kirche, ſtiftete das Ciſtereienſerkloſter zu Bergen und war außerdem auf die Hebung der Landwirthſchaft bedacht.
Unter ſeinem Sohne Wizlav I. verſuchten es die


