Teil eines Werkes 
4. Theil (1854)
Entstehung
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und dies iſt der Grund meines heutigen Schreibens. Auch wir ſind ſo glücklich, wie Ihr, vielleicht noch glücklicher, denn wir genießen die uns noch vor⸗ behaltenen Tage mit Ruhe und Klarheit des Ver⸗ ſtandes und mit Dankbarkeit gegen Gott, der, nachdem er uns ſo viel genommen, jetzt um ſo mehr gegeben hat. 4

Die Tage des Unfriedens, des Schmerzes und der Leidenſchaft ſind vorüber, wir gehen dem fried⸗ lichen Abend des Lebens entgegen. Die Nacht, die einſt auf ſolchen Abend folgt, kann nur von ſüßen und holden Träumen erfüllt ſein, und das hoffen wir mit Gott, unſerem gnadenreichen Schöpfer.

Kinder, ſeid zu Hauſe glücklich. Wir ſind nach Italien, dem Lande der ewigen Sonne, gereiſt, um vielleicht erſt nach Jahren zu Euch zurückzukehren. Wenn wir aber dann zu Euch kommen, hoffen wir Niemanden zu finden, der uns zürnen wird, daß wir nach einer vierteljahrhundertjährigen Trennung noch ein Glück erſtrebten, welches vielleicht ohne dieſelbe

nnicht ſo vollkommen geweſen wäre, wie es jetzt iſt.

Gott erhalte Euch und gebe Euch Frieden.

Die Eurigen.

Maximilian und Emmeline.