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Und der alte Kammerherr nahm einen Brief aus
ſeiner Taſche und legte ihn in meine Hand. Er trug
die Aufſchrift: An die Glücklichen in Stromberg und Brandſtein.
„Das iſt für uns Alle!“ rief ich freudig.
„Ja!“ entgegnete der Herzog—„und ich habe die Ehre, mich zu empfehlen— adieu, Thekla, mein Kind— adieu, Sidi, ſchöne Sängerin— adieu, Ihr beneidenswerthen Männer!“ Und mit Augen und Händen winkend, beſtiegen die Beiden ihre Pferde und ritten lachend den Weg zurück, den ſie gekommen waren.
Ich aber ging bei Seite und erbrach den Brief. Da aber war ſchon eine leichte Geſtalt an meiner Seite und ergriff meinen Arm, und augenblicklich auch eine zweite; Otto von Noringen aber ging, uns alle Drei anſchauend, rückwärts einen Schritt vor uns her.
„Wollt Ihr mitleſen?“ fragte ich, da die ſechs glühenden Augen ſich neugierig auf das Schreiben richteten.
„Ja— das wollen wir— nun, mach' ihn nicht zu.“
„So leſet oder höret lieber, denn ich will ihn Euch vorleſen— dann weiß Otto auch gleic, was darin ſteht.“
Und ich las folgende Worte:


