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unerwartetere Störung. Zwei Reiter ließen ſich blicken und ſtiegen eben von den Pferden, die ein ebenfalls berittener Diener in Empfang nahm. Erſtaunt hoben wir unſere Augen auf, denn wir ſahen den Herzog und den alten Noringen vor uns. Sogleich trat ich ihnen entgegen und begrüßte ſie ehrerbietig, während die jungen Frauen in den Gebüſchen ſich verſteckten.
„Wir bitten um Entſchuldigung,“ rief der Herzog, „aber ſchon glaubten wir, Stromberg ſei ſo einſam wie Brandſtein, deſſen Vögel ausgeflogen ſind; indeß ſehen wir, daß wir uns geirrt. Darf ich die Dame des Hauſes begrüßen?“ 1
Sobald Chriſtel dieſe lautgeſprochenen Worte in ihrem Verſteck hörte, warf ſie die kleine weibliche Ziererei bei Seite und trat mit holdgeröthetem Geſicht hervor, indem ſie ſich vor dem Herzog verbeugte.
„Zürnen Sie nicht, meine ſchöne Frau,“ ſagte der galante Herzog,„ich komme nicht, um zu ſtören. Heute
wundern und mich rühren laſſen, wie neulich, lieber ein andermal— wir kommen heute nur auf einen Augen⸗ blick und als Boten, um unſeren Kindern— denn das ſeid Ihr ja Alle— eine Nachricht zu überbringen. Geben Sie ihn hin, Noringen, und dann auf und davon!“
will ich auch nicht die ſüßen Töne Ihrer Stimme be⸗


