— 312— 8 Und ich ſaß eine Weile bei ihr, lauſchte auf ihren geſunden, kaum hörbaren Athem und hüllte ihre zarten Glieder feſter in die warmen Decken ein. Noch einen dankbaren und freudigen Blick warf ich auf ihr ruhig ergebenes, demüthiges und mildes Geſicht— ich konnte mich nicht trennen von dieſem geſegneten An⸗ blicke— und ſprach im Stillen einige aus dem Herzen ſtrömende Worte zu Gott. O, es iſt ein ſo ſüßes Gefühl, noch eine Mutter uf Erden zu haben, wenn ſie auch blind, alt und ebrechlich iſt— wie glücklich war ich noch gegen ſo Viele— und ich ſollte murren? ſas war mein letzter Gedanke, als ich endlich Schlafende verließ, und mein erſter, als ich nach kurzem aber geſundem Schlummer wieder zur neuen ätigkeit erwachte und bei dem roſigen Scheine des geſchenkten Tages mir nicht verhehlen konnte, daß ich mich im Ganzen in einer beneidenswerthen Lage befand.
Ende des dritten Theiles.
Drus von Z. voigt in Penio.
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