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am nächſten Tage von den andrängenden Franzoſen gefangen zu werden. Denn jene Schüſſe zeigten ihre Nähe an und wir erfuhren bald, daß die abziehenden Preußen und Ruſſen ſich durch ſie hindurchgeſchlagen hätten. Alle, Offtziere und Gemeine, ſtanden murrend und ſtarrten ſich ob der beinahe unglaublichen Neuig⸗ keit an. Ein ſchleſiſcher Major, deſſen Namen ich leider nicht weiß, rief die Offiziere zuſammen und erklärte ihnen, daß ſie verloren oder gefangen ſeien, wenn ſie ſich nicht entſchlöſſen, ebenfalls die Franzoſen zu durch⸗ brechen und mit den vorangegangenen Truppen ſich noch nachträglich zu vereinigen. 2
Bald war dieſer kühne Entſchluß als der beſte an⸗ erkannt und gegen Mitternacht ſchon wurde er ohne Aufenthalt ausgeführt.
Es war eine ruhige, wolkenloſe Nacht; nur die Sterne leuchteten matt vom Himmel herunter, ſonſt war es ziemlich finſter. In aller Stille wurden die Thore geöffnet und wir ſchlüpften hinaus. Voran die kur⸗ märker Landwehren, denen wir drei Aerzte mit unſeren Krankenwagen folgten, dann einige Pommern. Ich ritt neben einem befreundeten Ofſizier, Namens Körner, der ſich mir ſchon bei mehreren Gelegenheiten durch eine männlich feuerfeſte Seele und eine liebenswürdige Ge⸗ müthlichkeit bemerkbar gemacht hatte. Lautlos und an⸗


