neuen Patres wie einem neuen Meſſias zuſtrömen; das ſehe ich Alles voraus, denn ſo iſt der Lauf der lieben Welt.“
„Noch drei Prediger!“ ſagte Maximilian ſinnend, „und beinahe dreißig ſind ſchon hier. Welcher Schwall von Worten wird ſich in die langen Ohren der Beicht⸗ kinder ergießen, welche Fülle von Tröſtung und gött⸗ licher Liebe wird ſich vom Himmel in die Herzen der Gläubigen herabſenken, und welche volle Schale ſeines Zornes wird über Euch ſeinen Zorn ausgießen! O Ihr Armen, man wird Eure Beichtkinder zu Heiligen erziehen!“
„Zu Heiligen?“ rief ſtürmiſch Ludovikus.„Das will man, glaube ich, gerade gar nicht. Du kennſt wohl nicht ſo genau, wie wir, die Triebfedern und den Endzweck des heiligen Ordens Jeſu. Nicht um die Religion iſt es ihnen zu thun, nicht um die Frömmig⸗ keit der ihnen untergebenen Seelen. Wir leben in einer Zeit, wo die Religion in den letzten Zügen liegt und andere despotiſchere Zwecke die Welt regieren. Hier, jetzt liegen andere, nähere Abſichten zum Grunde. Ein ganzes Volk wollen ſie ſich unterthänig machen und die Geiſter von Fürſten und Nationen beherrſchen, um ſich ſelbſt auf den Häuptern dieſer zu Prieſterfür⸗ ſten emporſchwingen zu können. O wenn wir allwiſ⸗


