— 316—. gen ſpendend, auf uns herabblickt— ſelbſt ich— ich
vertraue noch jetzt auf ihn, und er wird auch mich zu
meinem Ziele führen.“
Hier ſchloß der Erzähler ſeine wunderbare und mich tief ergreifende Geſchichte, und ließ mich in tiefes Staunen, aber auch in einen großen Schmerz verſenkt zurück.
„Guter, armer Maximilian,“ ſagte ich zu ihm und faßte ſeine beiden Hände—„was haſt Du ge⸗
litten, und wie habe ich Dir Unrecht gethan, wenn ich
von Dir glaubte, Du verachteteſt das Menſchenge⸗ ſchlecht, da Du mich nicht zu beachten ſchienſt, der ich nur ein Knabe war—“
„Sei ſtill, mein Sohn, ich habe Dich wohl be⸗ achtet, wie ich auch nie das Menſchengeſchlecht ver⸗ achtet habe. Ich fühlte längſt das Bedürfniß, von einem jungen, reinen, unbefleckten Herzen erkannt und geliebt zu werden, denn die Jugend mit ihrem offenen Herzen iſt die Blüthe der Welt mit lieblich duftendem Kelche— aber ich mußte jenes junge Herz erſt genau und lange prüfen, damit ich nicht noch einmal getäuſcht würde. Du haſt die Prüfung beſtanden und in einer
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