Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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laſſen, bedaure aber, nicht in der Lage zu ſein, ſie annehmen zu können. Ich bin nicht nach Göttingen gekommen, um in Kriegsdienſte zu treten oder ſie zu üben, oder gar den Feldherrn zu ſpielen, ſondern um den Geiſt der ſtudirenden Jugend Deutſchland's ken⸗ nen zu lernen und ſelbſt ein wenig von den Wiſſen⸗ ſchaften mir anzueignen. Thun Sie, was Ihnen Ihr Gewiſſen vorſchreibt, ich werde der immer laut reden⸗ den Stimme des meinigen folgen.

Die Deputation verſchwand; wie mir vorkam, etwas eingeſchüchtert von dem edlen Ernſte der Worte, die ſie vernommen, und dem ſprühenden Auge des

jungen Fürſten, der alle ihre Mitglieder um einen Kopf überragte; der Prinz aber begab ſich zu dem Commandirenden der Stadt, dem Oberſtlieutenant von Bothmer, um ihm für ſeine eben ſo ritterliche wie menſchliche Handlungsweiſe zu danken, denn um die Aufregung nicht noch mehr zu ſteigern und vor Allem die exaltirten Muſenſöhne vor Blutverguß zu bewahren, hatte er ſein Ehrenwort gegeben, daß keiner der beurlaubten Soldaten, die vor den Thoren ſtan⸗ den und zum Einzug ſich anſchickten, die Stadt betre⸗ ten ſolle, weshalb er ſie auch auf eigene Verantwor⸗ tung in die Heimat zurückſandte.

Der Prinz, dem dieſe Handlungsweiſe zu Ohren