Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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eine viel genauere Auskunft, als ich ſie geben kann, und ſo will ich hier nur berichten, was ich ſelbſt er⸗ lebte, ohne mich weiter auf Grund und Urſache deſ⸗ ſelben einzulaſſen.

Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich in den erſten Tagen des neuen Jahres das Gerücht unter den Studirenden in Göttingen: die Oſteroder hätten eine Bürgergarde organiſirt und eine handfeſte Petition an das Cabinetsminiſterium in Hannover abgehen laſſen. Gleich darauf folgte die Nachricht, das Miniſterium

hätte gar nicht auf die Petition geantwortet, ſondern.

eine Militairmacht abgeſchickt und die Unruheſtifter in Oſterode ergreifen laſſen. Dieſe, die Advocaten Dr. König und Freytag, ſeien in Ketten nach Han⸗ nover abgeführt.

Wir hielten dies Alles für Uebertreibungen, wie ſie zu ſolchen Zeiten ſo häufig ihren Umlauf halten, wurden aber bald eines Beſſeren belehrt, als in Göt⸗ tingen ſelbſt ein allgemeines Durcheinander entſtand, die Plätze und Straßen ſich belebten, Menſchenhaufen ſich bildeten, öffentliche und geheime Redner auftra⸗ ten und die Bürgerſchaft wie die Studenten nach einem beſtimmten Ziele hinarbeiteten, das alle Ver⸗ nünftigen ſchon damals ein unklug projectirtes Wag⸗

ſtück nannten. Der Sohn des Gärtners. I.. 23

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