Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Das iſt freilich etwas Anderes, mein Lieber, das wird aber nicht unſere Sache ſein. Glauben Sie die Macht zu beſitzen, dieſe junge Eiche anders wachſen

zu laſſen, als ſie ſchon gewachſen iſt und noch weiter wachſen will? Wenn Sie der Meinung ſind, ſo ke nen Sie ihn nicht.

Aber wird der Fürſt nicht zürnen, wenn er er⸗ fährt, daß Sie geduldet haben, daß der Prinz dieſe Gedanken gefaßt hat?

Wie kann er mir darüber zürnen? Ich bitte Sie! Kann ich dafür, daß mein ehemaliger Zögling Gedanken von einer gewiſſen Färbung und Richtung faßt? Das hieße mir eine unmögliche Verantwor tung aufbürden. Auch habe ich mich von dieſer Verantwortung, da ich Aehnliches vorausſah, wie jetzt eingetroffen iſt, im Voraus ſrei gemacht, indem ich dem Fürſten Alles darlegte, was ſei⸗ nem Sohne auf einer deutſchen Univerſität begegnen 5 könne.

Daun wundre ich mich nur, daß er ihn dahin hat ziehen laſſen.

Da haben Sie Recht, das hat mich auch gewun⸗ dert. Aber ich ſpreche vertraulich zu Ihnen, lieber Kurt der Vater ſchien mir einige Beſorgniß vor dieſem Sohne zu hegen, er war ihm geiſtig zu ſchnell