Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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weiſe beſorgt ſein, ſo hatte ich mich vollſtändig in

ihm geirrt. Im Gegentheil, nachdem er mich ruhig hatte ausſprechen laſſen, lächelte er ganz behag⸗ lich, trank in aller Gemüthsruhe ſeinen Kaffee dabei und ſagte:

Mein lieber Kurt, wenn es weiter nichts iſt, dann ängſtigen Sie ſich nicht ohne Noth. Wer hat auf der Univerſität nicht ſchon Aehnliches empfunden, gedacht und im Uebrigen ohne alle Conſequenzen ſeinen Wolkenflug zurückgelegt? Ich ſelbſt war einſt ein gewaltiger politiſcher Schwärmer, und ſehen Sie, welchen ruhigen und conſervativen Mann die Welt aus mir gemacht hat. Daß der Peinz einmal Feuer

fangen würde, habe ich von Anfang an gewußt, als

er den erſten Schritt über die Schwelle einer deut⸗ ſchen Univerſität ſetzte, denn das gehört zum jugend⸗ lichen Leben eines gebildeten Deutſchen, wie Ihnen Jeder ſagen wird, der die Milch der Alma mater eingeſogen hat. Aber das thut nichts, das iſt ein⸗ mal ſo und es muß ſogar ſo ſein. Das iſt ein Stachel, ein Anreiz zur inneren gewaltigen Refor⸗ mation des Geiſtes, die uns Allen nothwendig iſt, wenn wir nach Außen hin etwas Erkleckliches leiſten wollen. Daß dieſe Reformation beim Prinzen ſchon lange im Anmarſch war, iſt mir bekannt, und ich