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6 ſich faſt bis zum Fuße des terraſſenförmig abgeſtuften Berges der wohlunterhaltene Schloßgarten aus; breite und ſchmale Schlangenwege laufen durch üppige mit Blumen geſchmückte Raſenflecke hinauf und hinab, und die von der Natur freundlich dargebotenen Plätze hat ſinnig die Kunſt benutzt, um dem Ganzen eben ſo viel Abwechſelung wie dem Einzelnen Behaglichkeit zu verleihen, denn von zahlloſen Ruheſitzen blickt man nach allen Seiten durch offene Waldlichtungen über die darunter liegenden Thäler und. Ebenen fort, welche gar maleriſch ein Flüßchen durchrieſelt, deſſen an⸗ muthige Windungen nicht wenig dazu beitragen, die Ausſicht von oben her noch mannigfaltiger und reicher zu machen..
Wohl fünfhundert Schritte tiefer als das Schloß auf einer breiteren Terraſſenfläche und mitten im ſchönſten Roſengarten, lag nun das kleine Haus, wel⸗ ches meine Eltern bewohnten. Es war meines Vaters Dienſtwohnung und hatte bereits ſeit langer Zeit den Hoſgärtnern zum Aufenthalt gedient. Schon die Vorgänger meines Vaters mochten ihre ganze Kunſt aufgeboten haben, es in Bezug auf ſeine Umgebung ſo reich wie möglich auszuſchmücken und damit zu zeigen, was ein Gartenkünſtler im engeren Kreiſe her⸗ vorzuzaubern vermöge; an ſeiner baulichen Ge g


