Der einige dreißig Meilen lange Weg von Glory- Craig⸗Hall bis zum Shin⸗See wäre für einen ſo rüſtigen Reiter, wie Alan Ferguſon es war, kein allzu ermüdender Tagemarſch geweſen, wenn er auf ebener Erde und gutem Boden geführt hätte, ſo aber mußten Felſen überklettert, Moore, Thäler und Furten durch⸗ ritten und ſteile, gefährliche Päſſe überſtiegen werden, und es war daher nicht zu verwundern, daß Reiter und Pferde ermüdet endlich am Ziele anlangten.
Es ging gegen Abend, als Ferguſon das nörd⸗ lichſte Ende des Shin-Sees vor ſich liegen ſah, und eben wollte er ſich oſtwärts wenden, um nach der Furt des Tiagfluſſes zu gelangen, als er aus einem kleinen Thale von Norden her Lionel Lowdale und ſeine Schweſter mit ihren Gäſten hervorkommen und dem⸗ ſelben Ziele zueilen ſah, welches auch ihm vor Augen lag.
Ein lautes freudiges Halloh! entſchlüpfte unwill⸗ kürlich ſeinen Lippen, und zum Zeichen, daß er ſeinen Auftrag glücklich vollendet, ſchwenkte er ſchon von Weitem die Mütze und trabte nun mit zufriedenem Lächeln dem jungen Edelmanne entgegen.
Lionel ſeinerſeits ritt auch raſch auf ihn zu und in wenigen Minuten hatte er die angenehme Bot⸗ ſchaft empfangen, deren Ueberbringer der glückliche Pächter war. Ferguſon hatte Alles erzählt, was ihm


