ſichtigen Gitters einen Mann ſtehen, deſſen Geſtalt ich aber nicht genauer erkennen konnte, denn die Däm⸗ merung hatte allmälig zugenommen.
Da war es mir, als wenn ich zu den Füßen dieſes Mannes etwas Dunkeles ſich bewegen ſähe... Ich blickte genauer hin... noch einen Augenblick ... und ich gewahrte einen großen, ſehr großen ſchwarzen Hund, welcher, den Hals weit vorſtreckend und den Schweif lang hinter ſich her tragend, aus dem Gitter hervorkam, anfangs langſam, gleichſam kriechend, dann ſchneller, immer ſchneller, und end⸗ lich in ungeheuren Sätzen auf mich losſprang.
Ich hielt Bravour an... ich hörte ein lautes, wiederholtes Pfeifen vom Gitter her, aber der Hund gehorchte ihm nicht.
Ich griff nach meiner ſtarken Reitpeitſche, denn ſchon war mir der Hund ganz nahe und ſchien es in der That auf mich abgeſehen zu haben. Ich konnte den ungeheuren Kopf und die dichte Mähne, die ſei⸗ nen Hals löwenartig umgab, ſeine breite Bruſt und ſeine großen, glänzenden Zähne ſehen... aber trotz dieſes wilden Ausſehens ſchien er keine böſe Abſicht zu verrathen und verhielt ſich ganz ſtill, bis er... dicht an meiner Seite... plötzlich ein lautes, durch⸗ dringendes Geheul ausſtoßend, an dem Halſe meines Pferdes in die Höhe ſprang, dann wieder hinter mir an das Roß hinanklomm... ſchnuppernd... rie⸗ chend... und endlich in ein noch lauteres Freuden⸗ geheul ausbrechend, in ungeheuren Sätzen und auf


