Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

- nn

2

nicht herein, um ſeine Arbeit zu beginnen, da ihm ſo⸗ wohl der Wind völlig entgegen wehte, als auch die Wellen viel zu heftig rollten, um ihm ein ruhiges Vor⸗ ankergehen und Steinzangen zu geſtatten.

Der Wind war nämlich im Laufe des Tages, den wir auf der Oehe ſo unruhig anbrechen ſahen, aus Süd⸗ nach Nordweſten herumgegangen und wehte nun ſehr ſtark und ſchien anhalten zu wollen, wie es bei ſolchem Wechſel in dieſer Gegend gewöhnlich der Fall zu ſein pflegte. Die erfahrenen Schiffer in Schaprode wußten dies und hatten wiederholt ihre Meinung da⸗ hin ausgeſprochen, daß vor dem nächſten Morgen an das Auslaufen der Schiffe nicht zu denken ſein werde.

Auf Herrn von der Oehe hatte dieſer Aufſchub ſehr übel eingewirkt und nene Zweifel, ob Freund Brunſt auch wohl richtige Erkundigungen eingezogen, beun⸗ ruhigten ſein Gemüth unſäglich. Als er etwa zur Mittagszeit dieſe Unruhe nicht mehr verbergen konnte und ſeine Befürchtung deshalb gegen Carl Melms

. ausſprach, begab ſich dieſer zu dem Grünthaler Freunde

und theilte ihm des alten Herrn Bedenken und Miß⸗ ſtimmung mit. Sei es nun, daß Alfred Brunſt, als er dies hörte, in üble Laune gerieth, oder ſei es, daß er ſelber einige Bedenken über die Richtigkeit ſeiner Beobachtungen und Erwartungen hegte, genug, er