Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Alfred Brunſt ſtand auf, nahm das Buch in die Hand und trat damit an das Licht. Sein Geſicht war ernſt, als er die unheimliche Phyſiognomie dieſes Menſchen ſah, der ihm und ſeinen Freunden ſo viel Ungemach bereitet; aber dann lächelte er wieder freu⸗ dig über die kunſtvolle Arbeit, die er wiederholt mit Bewunderung überflog.

Und in der That ließ Heinrich Markholm's Lei⸗ ſtung nichts zu wünſchen übrig und wahrſcheinlich hatte das Verlangen, das große Reſultat zu fördern, ſeiner Hand Flügel und ſeinem Geiſte Kraft gegeben, die Zeichnung in der kürzeſten Zeit zu vollenden. Es war ganz das Geſicht des ſchwarzen Halling, wie wir es ſo oft vor uns geſehen. Um den dicken, unge⸗ ſchlachten Kopf hing wüſt und wirr das ſtruppige, ſchwarze Haar und der mächtige Bart; die böſen, hin⸗ terliſtigen Augen blickten eben ſo feindſelig wie liſtig den Beſchauer an und das unheimlich drohende Lä⸗ cheln, der Ausdruck niedrigſter Sinnlichkeit und Völ⸗ lerei um die dick aufgewulſteten Lippen nebſt der plat⸗ ten eingedrückten Naſe gaben die ganze Gemeinheit der Geſinnung wieder, mit der die Perſon begabt war, welche das Portrait vorſtellte.

„Ha!“ rief Alfred Brunſt erſtaunt und in bewun⸗ derndes Anſchauen verſunken aus,„alſo ſo ſieht dieſer