307
.
wirkt, erklärte ihm Alfred Brunſt die Urſache und den Zuſammenhang dieſer Erſcheinung und ſtellte ſie ihm als ein ſeltenes, aber immerhin natürliches Ereig⸗ niß dar.
„So, ſo,“ ſagte der gutmüthige Alte, der ſich bei die⸗ ſer verſtändlichen Erklärung wunderbar beruhigt fühlte, „alſo ſo hängt es zuſammen! Dann habe ich alſo wirk⸗ lich geſehen, was ich für ein Wunder, einen Traum oder gar für einen Zauber hielt?“
„Das habt Ihr— und war dieſe Erſcheinung Alles, was Euch ein ſo ſchreckliches Geheimniß zu ver⸗ rathen ſchien?“ fragte Alfred Brunſt weiter.
„O nein doch, Herr, das Schrecklichſte kommt ja erſt noch. Aber wie ich dieſe erſte Erſcheinung für etwas Unmögliches hielt, ſo hatte ich nachher auch die zweite für einen Spuk gehalten, den mir Gott weiß Wer vorgemacht, um meine Seele ſo recht tief zu kränken und mein Herz ſo zu beängſtigen, daß ich drei Tage ordentlich krank war und vor Wehmuth und Trauer um meinen guten Herrn nichts eſſen und trinken konnte.“
„Wehmuth und Trauer um Cuern guten Herrn?
Wie ſoll ich das verſtehen, Vormäher?“
„Hören Sie nur zu, Herr Brunſt.“ Und nun er⸗
zählte der Statthalter, wie nach der Erſcheinung der
Inſel Hiddens⸗öe dicht vor ihm plötzlich eins der geiſter⸗ 20*


