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mit ſeiner Nachtarbeit, trat der alte Statthalter in das Zimmer ſeines Herrn, nein, einem Verbrecher nicht unähnlich wankte er hinein und wagte nicht, das Auge gegen den Mann außzuſchlagen, der, gerade mit dem Waſchen ſeines Geſichts beſchäftigt, ihm glücklicher Weiſe den Rücken zukehrte, ihn aber mit ſeinem ge⸗ wöhnlichen lauten:„Guten Morgen, Vormäher!“ be⸗ grüßte..
„Nun, Alter,“ fuhr Herr von der Oehe fort,„was giebt es Neues? Haſt Du etwas geſehen?“
„Nein, Herr!“ antwortete dieſer mit halb gebro⸗ chener Stimme und hing die Gewehre an die Riegel neben der Thür.
„Alſo es iſt Niemand gelandet?“
„Ach nein, Herr!“
Herr von der Oehe fiel das ſeltſame Schweigen des ſonſt ſo geſprächigen Mannes auf und er wandte ſich einen Augenblick nach ihm um.„Biſt du müde?“ fragte er freundlich.
„O, das mag wohl ſein,“ erwiderte Vormäher, indem er ſich mit aller Anſtrengung bemühte, einige Worte zu ſprechen,„es wird aber beſſer werden, wenn ich erſt im Sattel ſitze. Den Fuchs habe ich ſchon geſattelt und ich erwarte nur, daß Sie mir Ihren Brief an die Herren geben.“


