3
That, die im Stillen wirkt und ſchafft, wo ſie kann, und die ſtets mehr zum Wohle Anderer in Be⸗ wegung geſetzt wird als ſie ſich um das eigene Wohl⸗ behagen bemüht.
Mit ſteigender Verwunderung hatte Heinrich Mark⸗ bolm geſehen, was dieſer Mann alles an einem Tage zu leiſten vermochte. Am frühſten Morgen beſchritt er ſeine Felder und Aecker, den Wald und die Wieſen und ſogar im Garten hatte er ſchon zeitig gepflanzt und gearbeitet, wo gerade ſeine Hand etwas zu ſchaf⸗ fen fand. Kurz nach ſechs Uhr war dieſer erſte Zeit⸗ abſchnitt ſeines Tages ſchon beendigt. Dann früh⸗ ſtückte er und hier ſah ihn zum erſten Mal der Maler, der bis dahin der Ruhe gepflogen hatte. Bald nach dieſer Zeit erſchienen nach und nach aus der Nach⸗ barſchaft, oft viele Meilen weit her, verſchiedene Per⸗ ſonen, die den Rath des erfahrenen Gutsherrn be⸗ gehrten oder den wohlthätigen Sinn des reichen Man⸗ nes in Anſpruch nahmen.
Mit dieſen Leuten verbrachte Alfred Brunſt oft mehrere Stunden des Vormittags, indem er ihre Klagen anhörte und dann ſeine Meinung zu erkennen gab oder ſeinen ſtets gefüllten Säckel öffnete. Ge⸗ tröſtet oder wenigſtens beruhigt ſah man ſie alle wie⸗
der von dannen ziehen und höchſt ſelten nur betrat 1*


