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deſſen Adern ein wilderes Blut rollte; Adalbert Lambeck, mit hochgetragenem, kühnem Kopfe, als wollte er der ganzen Welt ſeinen Sieg über die dunkle Schönheit ver⸗ künden, führte Cigarita an der Hand, deren Augen mit ſanftem Schimmer im Umkreiſe umherblitzten, und deren vollkommene Formen ſich wie in einem Meere der Wonne behaglich auf den üppigen Hüften wiegten.
Wieder empfing ſie der alte Pfarrer und wieder ſeg⸗ nete er die Paare mit Worten der Liebe und väterlicher Hingebung ein. Der ſanfte Geſang der Kapelle, mit den gewaltigen Tönen der Orgel verſchmolzen, beendigte auch dieſe Feier und zu den fünf jungen Männern und fünf jungen zierlichen Frauen der Inſel waren drei neue Paare hinzugekommen. Die Verſammelten entfernten ſich aus der Kirche, nur drei Menſchen blieben bis zuletzt darin zurück. Zwei knieten vor dem Altar und einer ſtand vor ihnen und legte ihre Hände in einander. Dieſer ſprach zu Je⸗ nen aber die einfachen und kurzen Worte:
„Friede ſei auf der Welt und in den Herzen der Menſchen! Ach! wir können ja doch nicht jeden Kampf von uns weiſen, bald ſtreiten wir mit dem äußeren, bald mit dem inneren Feinde. Wie Vater und Sohn aber zu engerem Bündniß von Gott beſtimmt ſind, ſo wandeln fortan auch Oheim und Neffe ihre Wege in ſteter Einig⸗ keit dahin. Vergeſſet ganz und für immer das Vergan⸗ gene und lebet von heute an einer glücklicheren Zukunft.


