Teil eines Werkes 
5. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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Gott ſei Dank! Nun erſt hat meine Nacht ein Ende und mein Morgen bricht an.

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Sobald Eduard auf der Inſel wieder angelangt war, hatte er ſeine Umgebung, ſo weit es nöthig war, auf das neue Ereigniß vorbereitet und die umfaſſendſten Befehle zum würdigen Empfang der erwarteten neuen Gäſte gegeben. Sein ſanftes Herz hatte des Krieges ge⸗ nug gehabt, ſeine Seele dürſtete allein nach Frieden. Was zwiſchen ihm und dem Juſtizminiſter Bitteres gewe⸗ ſen, war ausgeworfen worden, fortan ſollte ſie keine Schranke von einander trennen. Was er im gerechten Zorne gegen ihn vollführt, ſchien ihm für den von ſeinem eigenen Gewiſſen Verurtheilten Strafe genug zu ſein. Er wollte, wie er ſchon vergeben hatte, auch vergeſſen. Zu dieſem Zwecke, um auch den Oheim auf ſeinen Empfang

vorzubereiten, war der Pfarrer Wollzagen dem Erwar⸗

teten und ſeiner Tochter als Bote des Friedens und um das von nun an ſtattfindende Einverſtändniß zu vermitteln, entgegengeſandt worden. Und in der That, nie war ein ahnlicher Auftrag einem Würdigeren zu Theil geworden. Milde auf dem Geſicht, Sanftmuth im Herzen, Verſöh⸗ nung auf den Lippen, ging der Pfarrer dem Manne ent⸗

gegen, den er ſo lange zu ſehen und kennen zu lernen ge⸗