Teil eines Werkes 
5. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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„ Und nun, meine Herren Väter der Stadt, ſind Sie endlich an der Reihe. Ihre Stadt war die Vater⸗ ſtadt Deſſen, dem ich meine Reichthümer verdanke; er ſel⸗ ber hat mir ihr Wohl an's Herz gelegt und ich werde es an demſelben halten, warm und ſicher. Sprechen Sie dreiſt und offen, ich beabſichtige für Sie mehr zu thun, als Sie vielleicht denken.“

Der älteſte, erfahrenſte und verſtändigſte Rath⸗ mann— er ſaß in der Mitte ſeiner beiden Kollegen— erhob ſich und ſprach:

„Unſre ſchöne Stadt erfreut ſich der Huld und Gnade unſers geliebten Monarchen in hohem Grade; er hat ſie geſchmückt und in vielen Dingen reich bedacht. Aber den⸗ noch, ſo viel er uns verlieh, jede Noth konnte er nicht lindern, ohne ungerecht gegen Andere zu ſein, und unſere eigenen Kräfte ſind zu ſchwach, das Fehlende zu ergänzen. An die Armen haben Sie ſelbſt erſt jüngſt ein großes Geſchenk geſandt; die größte Noth iſt daher für den Augen⸗ blick abgewendet, und es bleibt uns nur übrig, wozurich von meinen Amtsbrüdern beauftragt bin, Ihnen, dem ed⸗ len Geber, für dieſe reichen Gaben zu danken. Ich ent⸗

ledige mich hiermit vor allen dieſen Herren dieſes Auftrags

im Namen der ganzen Stadt und ihrer Bewohner, beſonders aber ihrer Vertreter und ihrer Bedürftigen.— Was wir nun aber vermiſſen oder vielmehr, was wir wünſchen, iſt Folgendes. Nicht Alles, gnädigſter Herr, verlangen wir

„—